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Südmährer-Reise „Kultur und Wandern rund um Znaim“

Nach der pandemiebedingten Zeit bot der Südmährerbund wieder eine Reise in die südmährische Heimat an.
Das Hauptziel war die Stadt Znaim und dessen Umland. Das Reiseprogramm wurde in Zusammenarbeit mit
dem Znaimer Historiker Jiri Kacetl ausgearbeitet. Nach längerer staubedingter Anreise kamen die Teilnehmer
am 12.08. mit einem Kleinbus und mehreren PKW´ s im Hotel Mariel am Znaimer Marienplatz an.

 

Der darauffolgende Sonntag wurde mit einem Besuch Südmährer Kirtag im Südmährerhof des Museumsdorfes Niedersulz begonnen. Nach der hl. Messe spielten dort die Hof- und Deutschmeister auf. Die neue sehenswerte Ausstellung wurde natürlich auch angeschaut. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde viel gelacht und getanzt.

 

Den Höhepunkt am Nachmittag bildete der Besuch des Mahnmales des Brünner Todesmarsches in Poysbrunn. Der Initiator dieses beeindruckenden Denkmales Ossi Sollan erklärte die Hintergründe der Schaffung. Der Ausklang dieses ereignisreichen Tages fand im Weinkeller von Ossi Sollan statt.

 

Wegen der enormen Hitze wurde die geplante Wanderroute rund um Schattau/Šatov gekürzt. Ausgangspunkt der Wanderung war der Ortskern von Schattau/Šatov. Besichtigt wurde zuerst die Kirche. Der dazugehörige Pfarrhof befindet sich leider in einem baulich sehr schlechten Zustand. Auf dem Friedhof des Ortes konnten auch noch einige deutsche Gräber besichtigt werden. Nach einer kurzen Pause in einer Gaststätte besuchten die Reisenden noch einen Bunker am Ortsrand. Dort ist auch noch ein Teil des „Eisernen Vorhanges“, sowie ein kleines Museum über die Grenzanlage vorhanden. Leider war dieses geschlossen. Nach einer „Jause“ fuhren alle wieder nach Znaim.

 

Den Abschluss dieses Tages bildete das Abendessen („Mährischer Spatz“) in der Gaststätte „zum Karl / U
Karla“). An Mariä Himmelfahrt war es selbstverständlich, dass das traditionelle Heimattreffen des Heimatkreises Znaim am Denkmal in Unterretzbach besucht wurde. Unvergessen für alle ist der Gottesdienst, welchen der ehemalige Domprälat des Stefans Domes in Wien Karl Rühringer zelebrierte. Nach dem Besuch eines Heurigen in Mitterretzbach wurde um 17 Uhr die Kreuzherren – Probstei St. Hippolus in Pöltenberg (Hradiště), besucht. Dort wurden 2021 die Grundmauern der ältesten Kirche von Znaim und der größten romanischen Rotunda – Kirche Mährens aus dem 11. Jahrhundert entdeckt. Ein besonderer Dank gilt auch dem Probst R.D. Josef Hudec, OCr., welcher uns einen Einblick in seine Privatgemächer ermöglichte.

 

Ein weiterer Höhepunkt für alle war die kurzweilige Fahrt nach Mährisch Kromau / Moravsky Krumlov. Dort wurde zuerst die Wallfahrtskapelle St. Florian oberhalb des Ortes besucht. In der Stadt machten wir einen Rundgang zuerst zur Pfarrkirche zu Allerheiligen, bevor das Renaissance – Schloss mit einer interessanten Ausstellung und Turmbesteigung besichtigten.

 

Am Abend klang der Tag mit einer Weinprobe auf der Znaimer Burg aus.

 

Der Besuch der österreichischen Nachbarstadt von Znaim, Retz begann bei der dortigen Windmühle. Nach
einer kurzen Wanderung wurde ein Soldatenfriedhof besucht. Nach der Dominikanerkirche war das nächste
Ziel die Bornemann – Gallerie.

 

Ein Besuch der Bacherstube in Zellerndorf folgte.Am letzten Tag vor der Heimreise wurde zuerst die Wallfahrtskirche St. Wolfgang in Gnadlersdorf (Hnanice) besichtigt. Nach einer kurzen Wanderung genossen alle einen prächtigen Ausblick ins Thayatal. Auf der Rückfahrt nach Znaim besuchten alles noch das Geburtshaus von Charles Sealsfield in Poppitz/Popice. Beim gemeinsamen Abschluss Essen ließen die Teilnehmer die Eindrücke der Reise nochmals Revue passieren, bevor am Samstag früh die Rückreise angetreten wurde. Ein herzliches Dankeschön geht an die Organisatoren der Reise, insbesondere an Jiri Kacetl. Ohne ihn wäre diese Reise so nicht möglich gewesen. 

 

Bernhard Siegl